
Zahnschmerzen – was tun? Was jetzt sofort hilft und wann Sie zum Zahnarzt sollten
Zahnschmerzen was tun? Erfahren Sie, welche Sofortmaßnahmen den Schmerz lindern und wann Sie dringend zum Zahnarzt sollten.

Zahnschmerzen was tun? Erfahren Sie, welche Sofortmaßnahmen den Schmerz lindern und wann Sie dringend zum Zahnarzt sollten.
Wenn der Zahn pocht und an Schlaf nicht zu denken ist, helfen zuerst drei Dinge: die Wange kühlen, ein Schmerzmittel wie Ibuprofen (halten Sie sich an die Packungsbeilage) und nachts den Kopf höher lagern. Damit überbrücken Sie die Zeit bis zum Termin.
Mehr leisten diese Maßnahmen allerdings nicht. Zahnschmerzen haben immer eine Ursache, und die verschwindet nicht dadurch, dass der Schmerz nachlässt. Deshalb finden Sie hier beides: was jetzt sofort hilft – und woran Sie erkennen, dass Ihr Zahn bald behandelt werden sollte.
Diese drei Maßnahmen lindern akute Zahnschmerzen, bis Sie beim Zahnarzt sind:
Genauso wichtig ist, was Sie jetzt besser lassen:
Einen guten Überblick gibt auch die Bayerische Landeszahnärztekammer.
Bei den meisten Zahnschmerzen ist Ibuprofen die erste Wahl. Ibuprofen wirkt nicht nur schmerzstillend, sondern auch entzündungshemmend.
Vielleicht haben Sie in dem Zusammenhang schon von der 3-3-3-Regel gehört: dreimal täglich 400 Milligramm Ibuprofen, höchstens drei Tage. Dies sollte jedoch keine Dauerlösung sein.
Wer Magen-, Nieren- oder Herzprobleme hat oder schwanger ist, fragt vorher in der Apotheke oder beim Arzt nach.
Ein Signal sollten Sie ernst nehmen: Sollten Sie trotz der Einnahme von Ibuprofen noch unveränderte Schmerzen haben, erhöhen Sie auf keinen Fall eigenständig die Dosis. Halten Sie Rücksprache mit Ihrem Hausarzt oder uns Rücksprache.
Viele Patienten erzählen uns dasselbe: Tagsüber ging es noch, nachts wurde es unerträglich.
Das hat zwei einfache Gründe. Durch das Liegen fließt mehr Blut in den Kopf und der Druck auf den Zahnnerv steigt. Zudem rückt der Schmerz, ohne die tägliche Ablenkung, in den Mittelpunkt.
Wenn Sie mit pochenden Schmerzen aufwachen, ist dies ein klassisches Anzeichen für einen entzündeten Zahnnerv.
Zahnschmerz ist nicht gleich Zahnschmerz. Die Art des Schmerzes gibt einen ersten Hinweis auf die Ursache:
Diese Tabelle ersetzt keine Diagnose. Eine Untersuchung und ein Röntgenbild zeigen, was Ihr Zahn wirklich braucht. Aber sie hilft Ihnen vielleicht einzuordnen, wie dringend es ist.
Spätestens dann, wenn einer dieser Punkte zutrifft:
Der letzte Punkt überrascht viele. Wenn starke Zahnschmerzen von heute auf morgen verschwinden, könnte der Zahnnerv abgestorben sein.
Die Entzündung arbeitet im Hintergrund weiter. Dies kann bis zum Kieferknochen gehen. Lassen Sie den Zahn also auch dann anschauen, wenn er gerade Ruhe gibt.
Selbst ein entzündeter oder abgestorbener Nerv bedeutet aber nicht, dass der Zahn verloren ist. Mit einer Wurzelbehandlung lässt sich der eigene Zahn in vielen Fällen erhalten.
Bei uns geschieht das unter dem Operationsmikroskop, auch in schwierigen Fällen. Viele Patienten kommen mit Schmerzen und Sorgen zu uns und sind hinterher überrascht, wie unkompliziert, ja fast schon entspannt, die Behandlung verlief.
Unsere Devise: Zahn erhalten statt implantieren.
Unsere Praxis liegt in der Heinrichstraße 2, direkt am ZOB. Sie erreichen uns also auch ohne Auto gut.
Bei akuten Schmerzen rufen Sie am besten gleich morgens an unter 0951 20 86 403. Für Schmerzpatienten versuchen wir, kurzfristig einen Termin frei zu machen.
Außerhalb unserer Sprechzeiten – abends, am Wochenende, an Feiertagen – hilft der zahnärztliche Notdienst.
Wie Sie ihn in Bamberg erreichen und was Sie dort erwartet, lesen Sie in unserem Beitrag Zahnarzt-Notdienst Bamberg. Und wenn die Schmerzen ausgerechnet unterwegs anfangen: Zahnschmerzen im Urlaub – was tun?
Akute Zahnschmerzen? Rufen Sie uns an: 0951 20 86 403. Wir schauen uns das in Ruhe an – und besprechen dann gemeinsam, was sinnvoll ist. Termin vereinbaren
Kurzfristig helfen Kühlen von außen, ein entzündungshemmendes Schmerzmittel wie Ibuprofen und ein erhöht gelagerter Kopf. Dauerhaft beruhigt sich ein entzündeter Zahnnerv aber nicht von selbst. Solange die Ursache bleibt, kehrt der Schmerz zurück.
Als Faustregel: nicht länger als zwei Tage. Bei Schwellung, Fieber oder Schluckbeschwerden sollten Sie noch am selben Tag zum Zahnarzt oder zum Notdienst, denn das können Zeichen eines Abszesses sein.
Eine Merkformel zur Selbstmedikation: dreimal täglich 400 Milligramm Ibuprofen, maximal drei Tage. Sie taugt zur Überbrückung bis zum Termin, ist aber nicht für jeden geeignet, etwa bei Magen- oder Nierenproblemen und in der Schwangerschaft. Im Zweifel fragen Sie in der Apotheke nach.
Dann ist die Entzündung in der Regel so weit fortgeschritten, dass kein Schmerzmittel sie mehr abfängt. Eine höhere Dosis auf eigene Faust ist keine Lösung. Lassen Sie den Zahn so schnell wie möglich behandeln: tagsüber in der Praxis, nachts und am Wochenende beim Notdienst.
Leider nicht unbedingt. Wenn starke Schmerzen plötzlich verschwinden, kann der Zahnnerv abgestorben sein. Die Entzündung schwelt dann unbemerkt weiter und kann auf den Kieferknochen übergreifen. Vereinbaren Sie auch in diesem Fall einen Kontrolltermin.